Die gegenseitige Akzeptanz der Briefmarken alternativer Postdienstleister


Mit diesem Artikel soll in loser Reihenfolge die gegenseitige Akzeptanz bzw. Nichtanerkennung der Briefmarken der alternativen Postdienstleister und der Deutschen Post AG sein. Teilweise treten uns dabei sehr interessante Verfahrensweisen entgegen.


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Der erste gezeigte Brief wurde in Halle / Saale bei der MZZ am 15.08.2011 in den Briefkasten eingeworfen. Verwendet wurde eine Briefmarke der RegioPost Pfalz. Wie man sieht, wurde der Brief diskussionslos zugestellt und die Briefmarke somit akzeptiert.


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Dieser Brief wurde am 19.09.2011 bei arriva in Freiburg / Br. in den Briefkasten geworfen. Auch hier wurde eine Briefmarke der RegioPost Pfalz verwendet. Auch hier erfolgte die anstandslose Zustellung durch die RegioPost Pfalz. Eine Kennzeichnung der Sendung bei der Bearbeitung erfolgte weder durch arriva noch durch die RegioPost Pfalz.


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Dieser Brief wurde ebenfalls am 19.09.2011 in den Briefkasten eingeworfen, diesmal bei Saarriva in Spiesen – Elversberg. Die Zustellung erfolgte problemlos, jedoch machte Saarriva die Bearbeitung des Briefes durch einen Aufkleber sichtbar.


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Diese beiden Briefe wurden in Contwig ( also dem Zuständigkeitsgebiet der RegioPost Pfalz ) in den roten Briefkasten eben jener RegioPost Pfalz eingeworfen und durch die Deutsche Post AG anstandslos zugestellt. Allerdings griff hier der Herr, der den Briefkasten in Contwig leerte unberechtigt in den Postverkehr ein und brachte alles das, was seiner Meinung nach nicht nach RegioPost Pfalz aussah, in den gelben Briefkasten der Deutschen Post AG. Er hatte zwar insofern Recht, als das die Briefmarken von Saarriva und MZZ waren, wurde aber entsprechend belehrt.


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Noch einen Schritt weiter ging bei der Bearbeitung solcher Briefe die Deutsche Post AG, Niederlassung Halle / Saale. Dort kennzeichnete man die Briefmarke und erhob ein Nachporto ( 55 Cent für das reguläre Briefporto und 51 Cent ( = 1 DM, weil die Strafporti noch zu DM – Zeiten anzusagen gewesen waren ) als Strafporto ).


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Der am 09.09.2011 in den roten Briefkasten der RegioPost Pfalz eingeworfene Brief, der jedoch mit einer Saarriva – Briefmarke freigemacht war, wurde in Spiesen – Elversberg zugestellt.


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Um so verwunderlicher war, dass diese zwei Briefe, die im November 2011 in Contwig eingeworfen wurden, durch die DP AG befördert und zugestellt wurden. Beide Briefe sind wohl in Ludwigshafen bei der RegioPost Pfalz gewesen, wie die Telefonnummer des Frankierservice beweißt, kamen jedoch auf bisher nicht geklärte Art und Weise zur DP AG ! Beim rechten Brief ins Saarland wurde die Briefmarke sogar sorgfältig zugeklebt !


Fazit

Meist erkennen sich die alternativen Postdienstleister gegenseitig die Briefmarken an. Nur die Deutsche Post AG machte eine Ausnahme in einem Fall und erhob ein Strafporto. Das Verlangen eines Nach – oder Strafportos würde den alternativen Postdienstleistern zuviel Arbeit machen. Dazu sind Arbeitskräfte zu teuer. Hinzu kommt, dass die Menge der zu beanstandenden Sendungen so niedrig ist, dass man sie vernachlässigen kann.




Autor : Volker Grossmann


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